Über das Biogasregister

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) hat das Konzept für das Biogasregister Deutschland im Jahr 2009 mit Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und im Dialog mit Marktteilnehmern und Experten aus Politik und Wirtschaft entwickelt.

Registerführung durch die dena

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme. Ziel der dena ist es, dass Energie so effizient, sicher, preiswert und klimaschonend wie möglich erzeugt und eingesetzt wird, national und international. Dafür kooperiert die dena mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Gesellschafter der dena sind die Bundesrepublik Deutschland, die KfW Bankengruppe, die Allianz SE, die Deutsche Bank AG und die DZ BANK AG.

Die dena betreibt das Biogasregister Deutschland als Registerführer. Die Aufgaben der Registerführung umfassen dabei u.a.:

Durch Ihre Struktur als halbstaatliche Organisation  ist die dena unabhängig von den Akteuren der Biomethanbranche. Sie wurde daher als neutraler Registerführer eingesetzt.

Steuerkreis - Nutzerbeirat

Die Realisierung des Biogasregisters startete im Frühjahr 2010 und wurde von 14 führenden Unternehmen aus der Biogas- und Energiebranche unterstützt. Diese Unternehmen bilden den Steuerkreis des Biogasregisters.

Im Jahre 2015 wurde der Steuerkreis in den Nutzerbeirat überführt. Dieser berät und unterstützt weiterhin die dena bei der Führung und Weiterentwicklung des Biogasregisters.

Hintergrund

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von 2009 brachte eine wichtige Neuerung der Rahmenbedingungen für den Einsatz von Biogas zur Strom- und Wärmeproduktion in Deutschland. Seitdem ist neben der Vor-Ort-Verstromung des Biogases auch die Möglichkeit vorgesehen, Biogas auf Erdgasqualität aufzubereiten und in das Erdgasnetz einzuspeisen. Durch Handel, Entnahme und Nutzung des Biogases anderenorts zur Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen lässt sich für den daraus produzierten Strom ebenfalls die EEG-Vergütung erlangen.

Voraussetzung für den Vergütungsanspruch ist ein der Systematik des EEG genügender Nachweis der Herkunft (u.a. eingesetzte Rohstoffe und technische Standards bei der Biogasproduktion und Aufbereitung) des eingesetzten Biomethans. Aus Sicht des Stromproduzenten ist ein verlässlicher Nachweis insofern erforderlich, als dass das EEG einen Anlagenbetreiber dauerhaft vom Anspruch auf Vergütung ausschließt, sobald zu einem Zeitpunkt keine EEG-fähige Biomasse zur Stromerzeugung eingesetzt wurde. Das EEG 2009 enthält entsprechende Anforderungen an eine EEG-Dokumentation auf den einzelnen Wertschöpfungsstufen, definiert jedoch keinen Standard und entsprechende Prozesse.

Um eine effiziente und verlässliche Dokumentation von Biomethan sicherzustellen und einen deutschlandweiten Handel von Biomethan zu ermöglichen, wird ein von den Marktakteuren akzeptierter und in weiten Teilen gleich gehandhabter Prozess zur Dokumentation erforderlich. Diesen soll das Biogasregister Deutschland ermöglichen.