Hintergrund

Grundlage

Die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) von 2009 brachte eine wichtige Neuerung der Rahmenbedingungen für den Einsatz von Biogas zur Strom- und Wärmeproduktion in Deutschland. Seitdem ist neben der Vor-Ort-Verstromung des Biogases auch die Möglichkeit vorgesehen, Biogas auf Erdgasqualität aufzubereiten und in das Erdgasnetz einzuspeisen. Durch Handel, Entnahme und Nutzung des Biogases anderenorts zur Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen lässt sich für den daraus produzierten Strom ebenfalls die EEG-Vergütung erlangen.

Voraussetzung

Voraussetzung für den Vergütungsanspruch ist ein der Systematik des EEG genügender Nachweis der Herkunft (u.a. eingesetzte Rohstoffe und technische Standards bei der Biogasproduktion und Aufbereitung) des eingesetzten Biomethans. Aus Sicht des Stromproduzenten ist ein verlässlicher Nachweis insofern erforderlich, als dass das EEG einen Anlagenbetreiber dauerhaft vom Anspruch auf Vergütung ausschließt, sobald zu einem Zeitpunkt keine EEG-fähige Biomasse zur Stromerzeugung eingesetzt wurde. Das EEG 2009 enthält entsprechende Anforderungen an eine EEG-Dokumentation auf den einzelnen Wertschöpfungsstufen, definiert jedoch keinen Standard und entsprechende Prozesse.


Dokumentation

Um eine effiziente und verlässliche Dokumentation von Biomethan sicherzustellen und einen deutschlandweiten Handel von Biomethan zu ermöglichen, wird ein von den Marktakteuren akzeptierter und in weiten Teilen gleich gehandhabter Prozess zur Dokumentation erforderlich. Diesen soll das Biogasregister Deutschland ermöglichen.